Haag in Oberbayern
BundeslandBayern
Einwohnerzahl6.530(2022)
Höhe540 m
Lagekarte von Bayern
Lagekarte von Bayern
Haag in Oberbayern

Haag in Oberbayern ist eine Marktgemeinde im Landkreis Mühldorf am Inn in Oberbayern.

Hintergrund

Haag auf einem Stich von Michael Wening (um 1700)

Haag liegt rund 45km östlich von München nahe der Kreuzung der Bundesstraßen B12 und B15. Die Marktgemeinde war bis zum Aussterben der Haager Grafen (letzter Graf Ladislaus) im Jahr 1566 ein reichsunmittelbares Territorium (in dem seit 1558 Religionsfreiheit bestand) und kam dann an die bayerischen Wittelsbacher, unter denen es mit der Religionsfreiheit schnell vorbei war. Die formelle Vereinigung mit dem Kurfürstentum Bayern erfolgte erst 1804, als die immerhin rund 270 qkm große Grafschaft Haag dem Landgericht Wasserburg zugeschlagen wurde. Bis Ende 1969 verblieb in Haag ein Amtsgericht. Bei der Auflösung des Landkreises Wasserburg in der Gebietsreform 1972 kam Haag zum Landkreis Mühldorf.

Haag wird bis heute von den Resten der auf einem Moränenhügel gelegenen Burg mit ihrem markanten, wuchtigen Turm beherrscht.

Anreise

Mit dem Flugzeug

Nächstgelegen ist der Flughafen München-Franz Josef Strauß (IATA: MUC) .

Mit der Bahn

Haag ist seit der Stilllegung der Bahnstrecke Matzbach-Thann-Haag im Jahr 1974 ohne direkte Bahnanbindung. Nächstgelegener Halt ist im 8km entfernten Soyen an der Bahnstrecke Rosenheim-Mühldorf. Von München kommend muss in Mühldorf oder Rosenheim umgestiegen werden.

Mit dem Bus

Auf der Straße

Von München führt die schnellste Anreise über die Bundesautobahn 94 bis zur Ausfahrt 14 Dorfen und von dort nach Süden über die Bundesstraße B15 über Sankt Wolfgang (mit sehenswerter gotischer Kirche) nach Haag. Kurz bevor man den Ort erreicht, wird die Bundesstraße B12 gekreuzt. Etwas verkürzt wird die Anreise von München, wenn man die A94 bereits an der Ausfahrt 12 Hohenlinden verlässt und die B 12 nimmt.

Von Landshut und Rosenheim aus erreicht man Haag unmittelbar auf der B15.

Mit dem Schiff

Haag liegt zwar nicht weit vom Inn, der ist hier aber nicht schiffbar.


Mobilität

Das kleine Ortszentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden. Einige Parkplätze finden sich beim Friedhof südlich der Burg.

Sehenswürdigkeiten

Das Wappen von Haag geht auf das Geschlecht der Gurren zurück
Burg Haag vom Marktplatz aus gesehen
  • Von besonderem Interesse ist die Burg mit ihrem 40m hohen markanten Bergfried. Die sechs quadratischen Untergeschosse stammen aus romanischer Zeit, der siebte Stock mit seinen Ecktürmchen wurde um 1500 errichtet. Das aufgemalte große Schimmelwappen der Grafen von Haag wurde 1985 erneuert. Am östlichen Zugang der Torturm im Mauerbering, dessen unterer Teil romanisch ist. Vorgelagert eine Freitreppe. Die Gebäude im inneren Burghof wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgebrochen. Vom unteren Schloss hat sich das barocke Löwentor erhalten.
  • Gerberhaus, Kirchdorfer Straße 5.
  • Marktbrunnen. Der Brunnen aus Rotmarmor stammt aus dem Jahr 1659.
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Die Ausstattung ist nach einem Brand 1849 größtenteils neugotisch.

Aktivitäten

Vom Biergarten des Wirtshauses zum Hofgarten auf der Südseite des Burgbergs hat man einen prächtigen Alpenblick. Wirtshaus möglicherweise dauerhaft geschlossen!

Einkaufen

Küche

Nachtleben

Unterkunft

Gesundheit

Praktische Hinweise

Aus Haag kommt das bekannte Unertl-Weißbier.

Ausflüge

  • Im nicht weit entfernen Gars am Inn liegen zwei alte barockisierte Klöster: Kloster Gars am Inn und Kloster Au am Inn. Oberhalb Au am Inn liegt die Burg Megling (auch als Stampflschlössl bekannt). Oberhalb Au auch die Filialkirche St. Petrus, ein interessanter Rundbau.

Literatur

  • Handbuch der Historischen Stätten Bayern I, Alfred Kröner Verlag Stuttgart 2006, S. 292 f., ISBN 978-3-520-32401-6.
  • Georg Dehio (Begr.), Ernst Götz u. a. (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern IV: München und Oberbayern, 3. Aufl. 2006, S. 423 f., München und Berlin: Deutscher Kunstverlag, ISBN 978-3-422-03115-9.

www.markt-haag.de – Offizielle Webseite von Haag in Oberbayern

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